Kommen wir Heute zum letzten Teil unserer Serie zum trimmen des Blade CX2. Es gibt noch diverse Möglichkeiten, warum sich der Heli anders verhält, als er eigentlich sollte.
Beginnen wir mit der Paddelstange. Dies ist die, mit Gewichten beschwerte Stange am oberen Rotorkopf. Diese ist aus Metall und kann verbogen sein. Zum richten die Schrauben am oberen Rotorkopf lösen, die Abdeckung lösen und die Paddelstange entfernen. Am besten jetzt die Paddelstange auf ein weisses Blatt Papier legen und darauf rollen. Hier kann man nun sehen, in welche Richtung gebogen werden muss.
Zusätzliche Probleme in der Übersicht:
- Der Heli bewegt sich auf einer eliptischen Bahn, statt auf der Stelle zu stehen: Die innere Rotor-Welle ist verbogen.
- Der Blade ist unkontrollierbar, wenn die Taumelscheibe (besteht aus zwei Teilen) auseinander gerutscht ist.
Weitere Fehler und Problemlösungen können gerne per Kommentar ergänzt werden!
Veröffentlicht von Limespacer |
Keine Kommentare »
Heute gehen wir ans eingemachte.
Was ist zu tun, damit der Heli nicht nach vorn oder hinten geht (Nick) oder zur Seite (Roll). Hierzu gibt es die Anlenk- / Schubstangen, die an der Taumelscheibe sitzen und mit den Servos verbunden sind (siehe Bild).
Wir betrachten den Blade von hinten. Dann ist die linke Stange für Nick und die Rechte für Roll zuständig.

Wichtig: NIEMALS an den Anlenkstangen rumnesteln, wenn der Akku angeschlossen ist. Dann könnte der Servo kaputt gehen, weil er gegensteuert.
Beginnen wir mit dem Nicken. Geht der CX2 nach vorn, so ist dies durch verkürzen der Anlenkung auszugleichen. Hierzu wird die Anlenkstange, vorsichtig, aus dem oberen Kugelgelenk an der Taumelscheibe ausgeklinkt. Am besten mit dem Fingernagel und im Uhrzeigersinn auf dem Gewinde gedreht. Bei der Rückwertsneigung ist entsprechend gegen den Uhrzeigersinn zu drehen.
Für das Rollen gilt: Geht der Heli nach Links, die rechte Anlenkstange verkürzen, bzw. bei der Rechtsbewegung verlängern.
Das war es eigentlich auch schon. Beginnt mit einmaligem drehen, um zu ermitteln, wie der Blade darauf reagiert.
Und immer: Sender ein, Akku anschliessen, testen, Akku abstöpseln, Sender aus und dann erst verstellen!
Veröffentlicht von Limespacer |
3 Kommentare »
Nachdem wir in Teil 1 unserer Serie zur Trimmung des Blade CX2 die Vorbedingungen und den Sender durchgenommen haben, gehen wir jetzt in das Eingemachte, die 3in1-Einheit. Diese ist das Herzstück und dafür verantwortlich, dass das Heck ruhig ruhig bleibt. Also genau das, was einen Koaxial-Heli auszeichnet und ihn für Anfänger interessant macht.
Die 3in1 hat zwei Potentiometer, an denen gedreht werden kann. Hier ist vorsicht geboten. Nehmt nur einen Schraubenzieher in passender grösse (z.B. Uhrmacherwerkzeug) und ohne Gewalt drehen.
Der Einstellbereich beider ist (vergleichbar auf einer Uhr) von 10:30 Uhr bis 07:30 Uhr.

Die Potis haben folgende Bedeutung:
- Links: Gain – Regelt die Empfindlichkeit des Gyro-Kreisels. Ist der Wert zu niedrig, giert der Heli. Heisst, er dreht auf der Stelle. Ist der Wert zu hoch, ist er zu empfindlich, mit dem Ergebnis, dass das Heck nervös zuckt. Ein guter Ausgangswert ist 02:00 Uhr.
- Rechts: Proportional – Regelt die Geschwindigkeit der beiden Rotoren im Verhältnis zueinander. Ziel der Einstellung ist es, beide Rotoren mit der gleichen Geschwindigkeit drehen und damit der Helikopter ruhig steht. Auch hier ist 03:00 Uhr ein guter Ausgangswert.
Bevor Ihr etwas verstellt, merkt Euch die Einstellung des Auslieferungszustands, um wieder auf die Grundeinstellungen zurück zu können.
Nehmt die Einstellungen in Halbstunden- bis Stunden-Schritten vor, trennt den Akku und schaltet den Sender aus. Anschließend alles wieder Einschalten (wie in der Anleitung beschrieben) und testen. Ich hatte zwar irgendwo gelesen, die Einstellungen würden auch ohne “reboot” aktiv, bin mir aber nicht wirklich sicher.
Im nächsten Teil kümmern wir uns dann um die Anlenkung der Taumelscheibe!
Weiterhin viel Spass beim Fliegen
Veröffentlicht von Limespacer |
Keine Kommentare »
Nachdem uns einige Anfragen bezüglich der Trimmung des Blade CX2 erreicht haben, wollen wir uns, schon aus Rücksicht gegenüber den Kollegen, in einer kleinen Serie mit dem Trimmen beschäftigen.
Wir wollen doch niemandem gegen den Kopf fliegen
Hier noch die entscheidenden Begriffe für das Flugverhalten:
- Nick – Bewegung des Helis nach vorn oder hinten
- Roll – Seitlich nach links oder rechts
- Gier – Drehung um die eigene Achse
Grundsätzlich sind vier Faktoren für einen ruhigen Stand in der Luft verantwortlich, denen wir uns im Einzelnen widmen werden:
- Teil – Der Sender (Gier, Nick & Roll)
- Teil – Die 3in1 Einheit (Gier)
- Teil – Die Anlenkung der Taumelscheibe (Nick & Roll)
- Teil – Sonstige Fehlerursachen
Vorbereitung
Für den Trimmprozess muss der vordere Teil des Rumpfes entfernt werden, um an die 3in1-Einheit und auch vernünftig an die Anlenkstangen zu kommen. Das wars auch schon.
1. Teil – Der Sender
Am Sender (Der Fernsteuerung) finden sich vier Schieberegler, mit denen der Heli getrimmt werden kann. Diese sollten nur für das Feintuning nach Akkuwechsel oder ähnlichem genutzt werden. Wir empfehlen folgende Einstellung:
- Gas auf Null
- Roll und Gier auf Mittelstellung
- Nick auf ungefähr drei Viertel bis zwei Drittel im Plus*
Da die Haube (und damit das Frontgewicht) entfernt wurde, muss dies entsprechend ausgeglichen werden. Alternativ die Haube ständig an- und abbauen oder abschließend das Gewicht durch trimmen an der Funke ausgleichen.
Mehr ist an dieser Stelle nicht zu tun. Die Funktionen der Trimmregler wird auch im Handbuch gut beschrieben.
Veröffentlicht von Limespacer |
Keine Kommentare »

Heute einmal etwas für die Pause im stressigen Büroalltag. Wir gehen fliegen. Natürlich nur mit einem kleinen ferngesteuertem Modell. Damit wir nicht so viel Platz brauchen, auch nicht mit einem Flugzeug (Flächenflieger), sondern mit einem Helikopter. Genauer, einem Indoor 3D Koaxial-Heli RTF. Was ist nun das besondere an einem Koaxial-Helikopter? Er hat zwei gegenläufige Haupt-Rotoren und keinen Heckrotor. Damit ist das Fliegen eigentlich ganz einfach, da man sich nicht darum kümmern muss, dass der Heli sich um seine eigene Achse dreht. Das RTF steht für Ready-To-Fly. Soll heissen: Auspacken, Akku laden, anschalten und losfliegen!
An dieser Stelle möchten wir Euch den E-Flite Blade CX2
der Firma E-Flite vorstellen. Warum gerade dieses Modell?
- Ist der E-Flite Blade CX2
relativ klein, aber immer noch gross genug, um bei Windstille damit nach draussen zu gehen, bei einem Gewicht von ca. 240 Gramm.
- Sieht er einfach schick aus. Er hat gegenüber anderen Modellen ein geschlossenes Gehäuse, welches auch ausgetauscht werden kann (Wechsel-Rümpfe zwischen 25,– und 35,– Euro).
- Die Fernsteuerung. Sie funkt im 2.4 GHz Bereich. Im Gegensatz zu “herkömmlichen” 35 MHz Sendern/Empfängern.
Ein kurzes Wort zu den Frequenzbereichen. Im “alten” Bandbereich ist es notwendig, wenn man mit mehreren Gleichgesinnten fliegen will, die Kanäle abzustimmen, damit es nicht zu ungewollten Überschneidungen/Nebeneffekten kommt. Bei Sendern/Empfängern im 2.4 GHz Band sucht sich der Sender zwei freie Kanäle, auf denen abwechselnd gesendet wird. Theoretisch sind Millionen von Kanalkombinationen möglich.
Von den Flugbewegungen steht der E-Flite Blade CX2
(wie auch alle anderen 3D-Helis) seinen grossen Brüdern in nichts nach. Er kann steigen/sinken, vor/zurück, links/rechts und sich auf der Stelle drehen.
Nach dem Trimmen kann es los gehen, rund um die Lampe, Quer über den Flur und wieder zurück. Mit etwas Übung sind Punktlandungen kein Problem. Etwaigen Feindkontakt mit Wänden, Schränken und Pflanzen gehen meist glimpflich ab. Der Rumpf ist äusserst Stabil. Einzig die Rotorblätter können zu Anfang etwas mehr beansprucht werden. Hier noch ein kleiner Tip, den Ihr unbedingt beherzigen solltet. Sollte ein Rotorblatt mal kaputt gehen (eingerissen, es fehlt eine Ecke), wechselt es unbedingt aus. Der Rotor dreht mit rund 1200 Umdrehungen. Dies macht an der Spitze ein Gewicht von ungefähr 15 kg. Wenn da auf einer Seite etwas fehlt, führt dies zu einer gehörigen Umwucht und unter umständen verbiegt die ganze Rotorwelle. Dann wird es teuer. Zur Erstausstattung gehören daher auf jeden Fall:
- Ersatzrotorblätter (oben und unten)
- Ein zweiter Akku
- Ein Trainingsgestell für die Anfängerübungen
Noch Fragen? Ich geh jetzt Fliegen …
p.s.: Wem das Gerät doch noch zu gross ist, dem sei der E-Flite Blade mCX
ans Herz gelegt. Bei einem Durchmesser von 19 cm und einem Gewicht von 24 g kann man damit im kleinsten Büro fliegen
Veröffentlicht von Limespacer |
Keine Kommentare »